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Weite, Wüste, Wildnis – Namibia - 17 Days

Namibia

Eine Camping-Reise durch das südliche Afrika

Tag 1 und 2

Ankunft

Nach einem zehnstündigen Flug ab Frankfurt am Main landet ihr morgens gegen sechs Uhr in Windhoek. Die Beamten an der Pass- und Zollkontrolle sind zwar genauso müde wir ihr, aber die Einreise auf den afrikanischen Kontinent klappt in der Regel problemlos. Mitreisende minderjährige Kinder brauchen allerdings die Kopie ihrer Geburtsurkunde. Darum müsst ihr euch bereits in Deutschland kümmern. Besorgt euch gleich am Flughafen etwas Bargeld und eine SIM-Karte für eure Handys oder Tablets. Die erste Wahl ist MTC.

Euer Camper

Um acht Uhr werdet ihr von einem Mitarbeiter der Autovermietung abgeholt. Die Mietstationen befinden sich alle gleich neben dem Flughafen. Jetzt müsst ihr eure Müdigkeit nach dem langen Flug schnell überwinden, denn es gibt einige Dinge bei der Auto-Übergabe zu beachten, die nicht ganz unwichtig sind:

Um es vorweg zu sagen: Wer mit dem Camper durch Namibia reist, sollte die Kunst des Radwechsels beherrschen.
Reifen geplatzt, Namibia, Gravelroad, Schotterpiste
Reifenplatzer Gravelroad, Namibia

1. Überprüft unbedingt zuerst die Reifen! Auch bei den Reserverädern! Selbst der kleinste Riss kann euch auf den Gravelroads zum Radwechsel zwingen. Wir sprechen aus Erfahrung!

2. Das Übliche: Seht euch euer Fahrzeug genau an und macht Fotos, damit es bei der Rückgabe keine Diskussionen gibt.

3. Lasst euch die Funktionen des Campers genau erklären: (Reifenwechsel, Reifendruck, Zeltaufbau, Batterie für den Kühlschrank, Allrad-Funktionen usw.) In der Regel sind die Camper (wir empfehlen Toyota Hilux) bestens ausgestattet. Neben Kühlschrank, Gaskocher, Camping-Geschirr, Matratzen, Schlafsäcken und Kissen gibt es auch einen großen Wassertank sowie ausreichend Camping-Möbel. Taschenlampen, Campingleuchten und Stirnlampen solltet ihr bereits zu Hause eingepackt haben. Diese Dinge sind in Namibia unverzichtbar.

Das Abenteuer beginnt

Jetzt kann es losgehen. Ab auf die linke(!) Spur. Die Vorfahrtsregeln bei gleichberechtigten Straßen sind denkbar einfach: Wer zuerst kommt, fährt zuerst. Beim ersten Abbiegen werdet ihr wahrscheinlich den Scheibenwischer betätigen – macht nix, nach hundert Kilometern habt ihr den Linksverkehr im Blut. Aber soweit müsst ihr am ersten Tag gar nicht fahren. Die Sweet Thorn Retreat Airport Lodge liegt nur 25 Kilometer vom Internationalen Flughafen entfernt – genau zwischen der Hauptstadt Windhoek und dem Airport. Hier verbringt ihr eure erste Nacht auf der Camp Site. Lasst euch im Haupthaus vom Koch verwöhnen, an der Bar ein paar schöne Drinks mixen oder genießt ein kühles Windhoek Lager. Ihr werdet hervorragend schlafen.

Tag 3 und 4

On the Road

Zunächst solltet ihr euch in Windhoek mit Lebensmitteln und Getränken eindecken. Jeder Supermarkt akzeptiert Visa-Karten. Und dann beginnt das Abenteuer: Es geht nach Süden in Richtung Sossusvlei zu den höchsten Sanddünen der Welt. Die ersten Kilometer fahrt ihr noch auf einer geteerten Straße, dann kommen die Gravelroads – steinige und sandige Schotterpisten. Je nach Beschaffenheit der Straße kann man zwischen 30 und 100 km/h fahren (Verkehrszeichen beachten). Denkt daran, den Reifendruck zu mindern. (max 2.0 bar). Nach etwa 320 Kilometern erreicht ihr die Little Sossus Lodge & Camp Site. Bevor ihr am Lagerfeuer den beeindruckenden Sonnenuntergang genießt, macht den Camper für die Nacht klar. Denkt daran, den Wagen an den Stromanschluss anzuschließen. Sonst hat euer Kühlschrank die Batterie leer gesaugt und ihr könnt den Wagen unter Umständen nicht mehr starten.

Sossuvlei – Deadvlei

Für den nächsten Tag empfehlen wir euch eine geführte Tour in das Sossusvlei – die Mitarbeiter der Lodge sind euch bei der Organisation behilflich. Um sechs Uhr morgens werdet ihr vom Fahrer mit einem Geländewagen abgeholt und bei Sonnenaufgang erreicht ihr den Eingang des Nationalparks.

Oryx Antilope, Sossusvlei, Namibia
Sossusvlei, Oryxantilope, Namibia

Von dort aus sind es noch einmal 60 Kilometer bis zum Sossusvlei und Deadvlei. Je früher ihr da seid, desto besser. Der Anblick der Dünen in der Morgensonne entschädigt das frühe Aufstehen tausendfach.

Salzpfanne, Sossusvlei, Namibia
Abgestorbene Bäume, Sossusvlei, Namibia

Nach einer kleinen Wanderung in der Salzpfanne bereitet euch euer Fahrer ein kleines Frühstück. Der Rückweg führt am Sesriem-Canyon vorbei, wo ihr die Möglichkeit habt, in die Schlucht hinabzusteigen, um dort im Schatten der Felswände eine kleine Pause zu machen.

Tag 5 und 6

Die Wüste lebt!

Von Sossusvlei nach Swakopmund sind es knapp 370 Kilometer. Empfehlenswert ist ein Zwischenstopp in Solitaire.

Dort kann man nicht nur die hoffentlich nicht geplatzten Reifen reparieren lassen, sondern auch den besten Apfelkuchen der Welt genießen.

In Richtung Walvis Bay wird die Straße immer besser. Die letzten Kilometer bis zur Küste fährt man auf Asphalt. Swakopmund ist wohl die „südlichste deutsche Stadt“. Hier lebt die größte deutschsprachige Gemeinde Namibias. Die Hafenstadt besticht durch eine Mischung aus deutschen und namibischen Einflüssen. Das Hohenzollernhaus, die Seebrücke oder der Leuchtturm künden von längst vergangenen Zeiten.

Baudenkmal, Swakopmund, Namibia
Hohenzollernhaus, Swakopmund, Namibia

Die Geheimnisse der Namib-Wüste lüftet Tommy bei einem Living Desert Adventure. Mit dem Geländewagen geht es steil hinauf in die sandigen Dünen. Lasst euch den Namib-Gecko ans Ohr oder den Finger hängen, bestaunt die Sidewinder-Schlange oder erlebt, wie das Chamäleon mit seiner langen Zunge Insekten fängt und seine Farbe wechselt. Für Kinder ist Tommy ein absoluter Höhepunkt.

Chamäleon, Namib, Swakopmund
Chamäleon, Namib, Swakopmund
Namib Gecko, Swakopmund, Wüste, Namib
Namib Gecko, Swakopmund, Wüste, Namib

Euer Gecko Ridge Guesthouse liegt etwas außerhalb von Swakopmund. Eine kleine Oase am Rande der Namib. Lasst euch dort abends im Restaurant unbedingt Fisch servieren.

Tag 7 und 8

Felsformation Spitzkoppe, Namibia
Felsformation Spitzkoppe, Namibia

Das Matterhorn Namibias

Die Spitzkoppe liegt mitten in der Namibwüste zwischen Swakopmund und Usakos. Die zerklüfteten Felsformationen sind ein Paradies für Wanderer, Bergsteiger und Ornithologen. Hier könnt ihr euch einen schönen Platz zwischen den Felswänden zum Übernachten suchen. Strom und Wasser sind dort jedoch nicht vorhanden. Denkt also daran, den Kühlschrank etwas herunterzuregeln, damit ihr am nächsten Tag noch genug Saft in der Batterie habt, um den Motor starten zu können. Die Camp Site ist so riesig, dass ihr mit dem Auto ins Restaurant fahren müsst, falls ihr euch nicht selbst versorgen wollt.

Dachcamper, Spitzkoppe, Felsen, Namibia
Dachcamper, Spitzkoppe, Felsen, Namibia

Die Spitzkoppe ist eine wichtige Stätte der namibischen Urvölker. Lasst euch von einem Buschmann auf den majestätischen Granitgipfel führen und die Felsmalereien zeigen.

Tag 9 und 10

Elefanten zwischen Palmen

Von Spitzkoppe geht es 330 Kilometer über mehr oder weniger gute Gravelroads nach Palmwag.

Palmwag ist eine palmenumsäumte Oase inmitten der trockenen und steinigen Kunene Region. Sie befindet sich auf halber Strecke zwischen Swakopmund und Etosha. Bei einem Game Drive könnt ihr Giraffen, Strauße und Elefanten erleben. Vielleicht seht ihr mit etwas Glück auch einen afrikanischen Löwen. In der Nähe lebt Jimbo, ein Einzelgänger.

Afrikanischer Elefant, Olifantsrus, Etosha, Namibia
Der alte Elefant spaziert regelmäßig durch das Camp. Respektiert seinen Weg!
Pool Palmwag Camp Site
Tagsüber laden Pool und Bar zur Abkühlung ein. Hier kann man getrost die Seele baumeln lassen.

Tag 11 und 12

Der „Ort der Leere“ voller Fülle

Der Etosha-Nationalpark ist einzigartig und gilt als Top-Attraktion im südlichen Afrika. Auch wenn ihr auf eurem Weg durch das Land schon viele Tiere gesehen habt, werdet ihr in der Etosha-Pfanne überwältigt sein.

Löwen, Elefanten, Nashörner, Giraffen, Strauße, Hyänen, Zebras, Büffel, Antilopen und Springböcke werdet ihr unter Garantie zu Gesicht bekommen.

Zebras am Wasserloch, Olifantsrus, Etosha, Namibia
Zebras am Wasserloch, Olifantsrus, Etosha, Namibia
Namibia, Giraffen, Etosha
Namibia, Giraffen, Etosha

Die beiden ersten Nächte verbringt ihr im Olifantsrus Camp. Bis dorthin sind es von Palmwag 220 Kilomter. Haltet euch an die Regeln im Nationalpark. Das Aussteigen aus dem Auto ist nur an gesicherten Orten erlaubt. Seht zu, dass ihr vor Sonnenuntergang das Camp erreicht habt.

Tag 13

Etosha South

Von Olifantsrus bis Okaukuejo sind es nur 130 Kilometer. Ihr könnt also ganz gemütlich fahren und an den Wasserlöchern jeweils einen Stopp einlegen. Haltet eure Kamera bereit, hinter jeder Biegung könnten neue Tiere lauern…

Afrikanische Löwen
Löwen, Namibia, Etosha

Okaukuejo ist eine ehemalige deutsche Polizei- und Militärstation. Heute hat dort die Parkverwaltung ihren Sitz. Es gibt viele Übernachtungsmöglichkeiten. Wir raten euch am Abend zu einem Restaurantbesuch. Das Buffet ist äußerst lecker…

Tag 14 und 15

Der Wasserberg – nicht nur ein geschichtsträchtiger Ort

Gepard, Cheetah, Namibia
Cheetah Conservation Fund

In rund vier Stunden fährt man von Okaukuejo zum Waterberg-Plateau (270 Kilometer) – es sei denn, ihr macht noch einen Abstecher zum Cheetah Conservation Fund. Hier könnt ihr das schnellste Tier der Welt aus nächster Nähe betrachten.

Der Waterberg in der Mitte Namibias ist ein mächtiger Tafelberg, an dem viele natürliche Wasserquellen entspringen. Das macht die Flora und Faune in der Region sehr vielfältig. Vom Waterberg Camp gelangt ihr zu Fuß innerhalb einer dreiviertel Stunde auf das Plateau. Von dort bietet sich ein atemberaubender Blick über die Kalahari.

Waterberg, Namibia, Herero, Nama
Waterberg-Plateau

Auch geschichtlich ist der Ort interessant. Ein Gräberfeld und Gedenktafeln erinnern an die Schlacht am Waterberg und den Aufstand der Herero vor mehr als einhundert Jahren. Die Camp Site befindet sich etwas unterhalb von Restaurant und Pool.

Pool Waterberg Camp Site
Pool am Waterberg-Plateau

Die Mitarbeiter nehmen euch gerne im Geländewagen von A nach B mit.

Tag 16

Entspannen

Grill, Barbecue
Abendessen Sweet Thorn Retreat Lodge, Windhoek

Jetzt geht es über 300 Kilometer zurück nach Windhoek. Die Gravelroads sind Geschichte, ihr fahrt wieder auf Asphalt. Noch einmal könnt ihr in der Sweet Thorn Retreat Airpot Lodge die hervorragende Gastfreundschaft der Eigentümer genießen, köstlich essen, in den Pool springen oder einfach nur in der Sonne sitzen.

Tag 17

Sightseeing oder Shopping

Pool, Hilton, Windhoek
Dachpool, Hilton, Windhoek

Eure letzte Nacht in Namibia verbringt ihr luxuriös im Hilton in Windhoek. Steigt dem Hotel auf‘s Dach und springt dort in den erfrischend kühlen Pool. Denkt daran, nicht zu spät durch die Stadt zu schlendern. Die Geschäfte schließen pünktlich um 17 Uhr. Eine gute Gelegenheit, um noch ein paar überflüssige namibische Dollar loszuwerden, bietet sich im Craft Center. Dort gibt es nicht nur die typischen „Mitbringsel“ aus Afrika, sondern moderne Kunst sowie traditionelles Handwerk oder exotische Düfte und ausgefallene Klamotten.

Evangelische Kirche, Windhoek
Christuskirche

Empfehlenswert ist auch ein Besuch der Deutschen Kirche oder der Alten Feste. Nirgend sonst ist deutsche Kolonialgeschichte noch so sichtbar.

Windhoek ist heute eine der saubersten und idyllischsten Städte Afrikas und ein soziales Vorbild für den Kontinent.

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Weite, Wüste, Wildnis – Namibia